Das Infozentrum ist geöffnet von Dienstag bis Samstag.
Führungen finden jede 30 Minuten statt von 10:15 Uhr bis 12:45 Uhr und von 14:45 Uhr bis 17:15 Uhr
Preis pro Person €5,
Kinder unter 12 Jahren gratis.
Gruppen von 10 oder mehr Personen €3.75 pro Person.
Einwohner €2.50
Telefon 928 175 928
Die Höhle ist Millionen von Jahren alt, und ist die älteste der Kanaren. Sie ist das Zuhause einer Spinnenart, die unter der Erde lebt und Maiorerus Randoi heißt, und hat einen untererdischen Tunnel, der 400m lang ist mit einem Durchmesser von 7 bis 10 Meter.
Das Infozentrum, das am Anfang der fast 400m langen Tunnel steht, ist einzigartig für die Kanaren. Die Höhle ist gebildet worden von einer großen, mit Lava gefüllten Röhre. Der Zugang zum Tunnel wird gebildet durch einen zgn. "jameo" (Teil des Tunnels, wo das Tunneldach eingestürzt ist). Der Tunnel hat zwei Zweige. Der Nordzweig, der am Längsten ist und einigermaßen schräg abfällt, ist ungefähr 500 Meter lang und Besucher können bequem darin absteigen, um den Tunnel zu erkunden.
Während ihrer Geschichte ist der Tunnel für verschiedene Zwecke benutzt. So diente er mal als Gehege für Kamele und als Waffenlager. Im letzten Jahrzehnt drohte die Höhle zu verfallen und somit wurde auch das einzigartige Ekosystem in der Höhle bedroht.
Eine Studie der Fakultät Pflanz- und Tierkunde der Universität La Laguna zeigte Erstaunliches. Die spektakulärste Entdeckung war ohne Zweifel die des Maiorerus randoi, eine Spinne, die kein Web macht. Diese Art lebt nur in der Cueva del Llano, denn nur in dieser Höhle sind die Umstände dermaßen, daß sie überleben kann. Sie ist einer der sieben Spinnenarten, die mit Aussterben bedroht werden.
Maiorerus randoi ist ein Beispiel dafür, wie eine Art sich angepaßt hat an der ewigen Dunkelheit eines Lebens unter der Erde. Wegen dieser ewigen Dunkelheit hat er sein Pigment verloren und eine leichtgelbe Farbe bekommen. Seine Augen, nutzlos unter der Erdoberfläche, sind völlig verschwunden. Ein solches Lebewesen wird auch wohl ein lebendiges Fossil genannt. Seine Vorfahren sind wahrscheinlich vor sehr langer Zeit auf den Kanaren gekommen, als das Klima feuchter war.
Auch andere neue Arten machen Teil der Fauna im Vulkantunnel aus. Die Spernophorides fuertecavensis wunderlicht ist eine andere Spinnenart, die sich an seiner Umgebung angepaßt hat, aber nicht so extrem wie der Maiorerus randoi. Um diese beide Arten und andere Arten im Ekosystem zu schützen, sind maßnahmen getroffen worden, um dafür zu sorgen, daß nicht zu viele Leute in den Bereichen des Tunnels kommen, wo sie leben. Auf dieser Weise wird auch die Feuchtigkeit kontrolliert.
Der Südzweig ist völlig mit Staub und Steinen gefüllt, mit Ausnahme des Teils, der vom Cabildo ausgegraben ist. In dieser Strecke befindet sich einen wichtigen paleontologischen Fundort, reich an fossilen Resten von Wirbeltieren.
Der President der Cabildo ist der Meinung, daß ein Infozentrum aus wissenschaftlicher und kultureller Sicht wichtig sei. Es wird erhofft, daß der Lavatunnel ein wichtiges kulturelles Zentrum wird, wo Besucher die Möglichkeit haben, einen wichtigen Abschnitt der Vergangheit der Kanaren kennenzulernen.
Die Resultate sind hervorragend, weil das Infozentrum, obwohl beschränkt in den Möglichkeiten der äußeren Konstruktion, jetzt in architektonischen Kreisen als Beispiel genommen wird.
Hauptanlegen ist das Schützen der Höhle. Bevor der Cabildo anfing mit der Entwicklung des Museums, war die Höhle völlig schutzlos. Jeder konnte einfach rein, was auf Dauer eine negative Wirkung auf der Fauna haben würde.Nachdem die Arbeit am Tunnel beendet war, wurde in Zusammenarbeit mit Sachkundigen der Cabildo von Tenerife mit der Bau des Museums begonnen.
Das Resultat ist ein Museum, das um vier Hauptthemen herum gebaut ist.
1 Die geologische Geschichte von Fuerteventura.
2 Vulkanismus und die Bildung von vulkanischen Tunneln.
3 Die Evolution der Biodiversität auf Fuerteventura.
4 Untererdische Lebewesen, die im Tunnel leben.
Das Project hat sein Zuhause in einer Finca, die am Eingang des Tunnels steht. Ein Gebäude im Majorero Stil ist gebaut worden, und der ummauerte Eingang zur Höhle befindet sich nahe am jameo.
Das Gebäude bietet Platz an ein Foyer, einen Ausstellungsraum, einen Geschenkladen, ein Cafetaria, Toiletten und Lagerräumen, mit einer Totalfläche von 425 m2.
Was die Höhle einzigartig macht, ist die Tatsache, daß sie uns Information gibt über die Erosion von Fuerteventura, aber auch weil im Tunnel viele Fossile in den Sedimenten eingeschlossen sind.
Diese Reste machen den Ort in paleontolischer Hinsicht sehr interessant. Von allen Lavatunneln auf den Kanaren hat es die größte Konzentration an Fossile. Die Höhle ist typisch für einen Lavatunnel, der tausende von Jahren als Abwässerungskanal eines kleinen Flusses gedient hat. Das Wasser, das im Tunnel strömte, hat die Höhle mit Sedimenten gefüllt, und diese haben allmählich die Länge des Tunnels verringert. Die Höhle hat eigentlich als untererdischer Klamm gedient. Ein anderes unterscheidendes Merkmal der Höhle ist die Tatsache, daß es sie überhaupt gibt, denn der lange Erosionsprozess auf Fuerteventura, hat die meisten vulkanischen Strukturen der Insel ausgelöscht. Nur ein paar Beispiele der Effekte der Vulkanausbrüche der letzen vier millionen Jahren sind bewahrt geblieben.
Die Höhle ist der einzige Ort auf Fuerteventura, wo Höhlentiere leben können. Grund dafür ist die hohe Feuchtigkeit und die stabilen Klimatologischen Verhältnisse.
Durch die hohe Feuchtigkeit und die Dunkelheit gibt es ein untererdisches Ekosystem mit einer geringen Artenvielfalt. Die Tiere die hier leben sind hauptsächlich Insekten, die sich angepaßt haben am leben in der ewigen Dunkelheit.
Die Höhle ist eine Million Jahre alt. Der Lavatunnel ist 648 Meter lang, obwohl die letzen 200 nur schwer zugänglich sind, weil sie fast völlig mit Sedimenten gefüllt ist. Der zugängliche Teil des Tunnels hat beträchtliche Abmessungen, mit einder Breite von 7 bis 12 Metern und einer Höhe zwischen 3 und 5 Meter. Der Tunnel läuft nur leicht, kaum einen Grad, ab und die Tunnelwände haben Lehmmarkierungen die zeigen, wie hoch das Wasser in der Höhle gestanden hat. Es gibt noch einen dritten Zweig, 40 Meter vom Eingang, der völlig von Sedimenten blokkiert ist.
Welcher Vulkanausbruch für die Entstehung der Höhle der Ebene verantwortlich war, ist lange Zeit ein Rätsel geblieben. Der Tunnel, wie der Name schon angibt, liegt inmitten einer Ebene (Cuevo del Llano bedeutet Höhle der Ebene), ohne einen deutlichen Zusammenhang mit einem Vulkan oder einer Eruption. Die Erosion, Sedimentierung und die Ausbrüche, die nachher stattgefunden haben, machen es schwierig, ihre Entwicklung zu verfolgen. Wissenschaftler mußten indirekte Beweise finden, um die Herkunft der Höhle zu bestimmen.
Die Cuevo del Llanos liegt in der ältesten Zone der Insel und gibt Informationen preis über die Phase des unterwasser Wachstums, mehr als 20 millionen Jahren her. Die ältesten Materiale sind 70 million Jahren alt. Die geographische Zone trägt den Namen das Massiv von Betancuria. Hier fanden die Eroptionen statt, die für die Bildung der Hauptteile der Insel gesorgt verantwortlich waren. Drei Vulkane mit einem Alter zwischen 12 und 20 millionen Jahren, haben die Insel gewissermaßen gebaut. Der Wichtigste, in Betancuria, war zu dieser Zeit mehr als 3.000 Meter hoch. Heutzutage ist die Insel stark erodiert (das Massiv von Betancuria ist nur einige hundert Meter hoch) und macht ist schwierig, die Geschichte der Insel in Detail zu rekonstruieren.
Aus den geologischen Daten geht hervor, daß es einen Zusammenhang gibt zwischen der Höhle und dem Vulkan Mount Escanfraga, der mehr als 800.000 Jahre alt ist. Dieses Alter ist berechnet worden anhand der magnetischen Polarität und nicht durch die Altersbestimmung der Bodenschichten. Die Lava der Höhle und der Escanfraga haben beide eine umgekehrte Polarität (die jüngste Umkehrung des Erdmagnetismus hat vor 800.000 stattgefunden). Die nahegelegene Höhle von Villaverde hat eine normale Polarität. Deshalb wird davon ausgegangen, daß eine spätere Eruption eine neue Lavaschicht über die Lavaschicht vom Mount Escanfraga gelegt hat.
Die Höhle ist ein Vulkantunnel, der geformt wurde von einem Lavafluß, der langsam wegströmte. Während die Oberfläche des Flusses abkülte und hart wurde, blieb der Lava im inneren des Flussen heiß und flüssig und strömte langsam weg, wobei enorme Höhlen enstanden. Die Sedimente, die sich in der Höhle häuften, sind Resultat des Transports von außen und die Erosion der Wände des Tunnels. Wasser und Lehm, sowohl als die Reste von Tieren die jetzt Fosile sind wurden transportiert vom kleinen Stromgebiet.
Es gibt fünf Ablagerungsphasen, die zeigen, wie zwei feuchte Perioden sich mit drei trockenen abgewechselt haben. Die feuchten Abschnitte zeigen eine große Anzahl von Arten, die mit feuchten Verhältnissen assoziiert werden, wie es der Fall ist mit einigen Erdschnecken. Die Fossile von ungewirbelten Tieren der ersten Periode haben eine Alterseinstufung bekommen von ungefähr 15.000 Jahren, und die zweite auf ungefähr 7.500 Jahren.
Die Fossile der Höhle zeigen, daß Fuerteventura feuchte Abschnitte gekannt hat, mit mehr Vegetation. Das Beweisen einige der Arten, die gefunden wurden. Die Sedimente haben auch die Reste von Wirbeltieren konserviert, die ausgestorben sind, wie der Lava Maus (Malpaisomys insularis). Auf dem Fossilregister der Höhle findet man Säugetier, Reptile und Vögels, und die meisten Wirbeltiere die gefunden wurden sind Resultat der Essensgewohnheiten anderer Arten, wie der Eule. Andere Reste sind vom Wasser und Lehm in die Höhle abgesetzt worden.
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Das Infozentrum

Sicht auf Villaverde,
der Eingang zum Museum befindet sich rechts

Das Schild steht am Straßenrand

Jose und Julie,
Die Museumsführer sprechen Englisch, Spanisch und Deutsch

Der Weg zur Höhle

Der Eingang

Maiorerus Randoi,
keine Spinne und macht auch kein Web!

Cafetaria und Geschenkladen

Blumen am Straßenrand