Durch die Forschung von neuen Anpflanzungen seit dem Jahre 2000 überlebt mittlerweile 80% der jungen Bäume.
Der Cabildo von Fuerteventura macht ein weiterer Schritt gegen die Vertrocknung der Insel. Diesmal durch vier Projekte wobei neue Wälder angepflanzt werden. Die Projekte werden vom Umweltamt koordiniert und haben angefangen mit der Neuanpflanzung von Bäumen auf die vier wichtigsten Spitzen der Insel. Es ist die umfangreichste Neuanpflanzung seit 1940, als der "Pinar de Betancuria" (Wald von Betancuria) angepflanzt wurde.
Insgesamt werden 6000 Bäume, Sträuche und anderes niedriges Gewächs angepflanzt. Es geht dabei um Arten, die gut gedeihen in ein warmes Klima. Mit der Anpflanzung von Sträuche ist schon ein Anfang gemacht worden auf den Böschungen von El Aceitunal (Puerto del Rosario), auf der Pico de La Zarza (Pájara), und beim Morro Velosa (Betancuria). Die umfangreichste Anpflanzung fängt im Januar nächsten Jahres an in Castillo de Lara, auch in Betancuria, mit der Anfpflanzung von 4.400 Bäume.
Am Fuß des "mirador de Morro Velosa" hat die Inselrätin der Umweltbehörde der Anfang der Anpflanzung der ersten drei Hektare wo in den nächsten zwei Wochen 500 Bäume am Nordhang gepflanzt werden.

Fuerteventura ist die am Meisten von der Austrocknung betroffenen Kanareninsel. Dadurch ist der Boden ausgelaucht und haben mehrere Arten ihren Habitat verloren. Die Resultate der obengenannten Studie sind benutzt worden, um die für Fuerteventura meist geeignete Anfplanzungs technik rauszufinden. Diese Art von Studien gab es für die anderen Inseln schon früher, die Resultate waren aber nicht übertragbar. Die Umwelträtin Natalia Évora, sagte darüber Folgendes "wir haben gelernt von den Anpflanzungen die seit dem Jahre 2000 stattgefunden haben und haben dadurch die für Fuerteventura beste Methode entwickelt und dadurch überlebt jetzt 80% der neuen angepflanzten Bäume".
Diese Methode ist basiert auf die Erkenntnis, daß jede Art sich an den unterschiedlichen Klima- und Bodenverhältnisse der Hügellandschaft von Fuerteventura anpassen wird. Diese Verhältnisse können in Orten die nur in kurzer Entfernung von einander liegen schon sehr unterschiedlich sein.
Zugleicherzeit wird die optimale Benutzung der Verhältnisse dafür sorgen, daß Regenwasser in den Hügeln besser im Boden festgehalten und benutzt wird. Außerdem werden um jeden jungen, empfindlicher Strauch oder Baum einen Zaun zur Schutz vor Tiere wie Kaninchen und Ziegen.
"Deshalb ist es wichtig, daß die Anpflanzung der jungen Sträuche und Bäume in der natürlichen Umgebung stattfindet. Nur auf dieser Weise können die Bäume sich an ihrer neuen Umgebung anpassen" erklärt Forster Ángel Couto, der schon vom Anfang an an diesem Projekt beteiligt war als Repräsentant von Gesplan. Er fügte noch daran zu, daß "jede Anpflanzung ungefähr fünf Jahren braucht um sich anzupassen. Erst danach, und nachdem die Wurzel sich entwickelt haben, setzt der richtige Wachstum ein."
Die Vorbereitung des Projektes findet in der "Estación Biológica de La Oliva que" statt und ist mindest so wichtig erklärt Couto, während er die Studien der letzten Jahren beschreibt in dem untersucht wurde wieviel Bäume man wo und von jeder Art anzupflanzen braucht in den ersten zwölf Monate".
Der Wert dieser Arbeit liegt darin, daß die jungen Bäume, die im estación biológica aufgezüchtet werden von der ursprünglichen Vegetation der Insel abstammen. Dies bedeutet, daß die Cabilde über genetisches Material verfügen soll, um das Überleben der Baumarten zu garantieren.
Die Entwicklung der Gebiete, wo die Neuanfplanzung stattgefunden hat wird mehrere Jahren überwacht werden. "Dies ist eines der wichtigsten Teile des Projektes. Die Niederschlagsmengen werden registriert um zu bestimmen, wieviel Bewässerung notwendig ist", erklärt die Rätin.
"Das Einzige, was wir machen, ist die optimalisierung der natürlichen Verhältnisse, das heißt, das Registrieren der Regenmengen und Regenfrequenz in den ersten Jahren und wenn es notwendig ist, zu bewässern. Dies befördert der Wachstum der Bäume und Sträuche, ohne sie vom menschlicher Hilfe abhängig zu machen. Diese Nachhilfe wird in einigen Jahren gestoppt werden, wenn sich herausgestellt hat, das die Anpflanzung überleben wird. Es ist ein Projekt, von dem wir nicht schnell die Resultate sehen werden, die aber langfristig für Fuerteventura einen sehr günstigen Umwelteinfluß haben wird".