Schildkrötenkrippe öffnet ihre Türe im Hafen von Morro Jable

140 Schildkröten sind auf Fuerteventura geboren worden und werden im nächsten Sommer ins Meer freigelassen werden.

Donnerstag, den 18. Januar 2007. Schüler, Touristen und alle, die darin interessiert sind, können ab heute die 140 Schildkröten besuchen die auf dem Strand von Cofete geboren sind und die die neue Schildkrötenkrippe im Hafen von Morro Jable offiziell eingeweiht haben. Die Tiere werden hier bis zum nächsten Sommer bleiben. Dann werden sie hoffentlich genügend gewachsen sein um ins Meer ausgesetzt zu werden. In ungefähr zehn Jahren, wenn die Schildkröten das Fortpflanzungsalter erreicht haben, wird sich herausstellen, ob dieses einzigartige Experiment erfolgreich war. Denn dann werden die Schildkröten zurückkehren zu den Stränden von Cofete um ihre Eier zu legen.

Tortugas, Morro Jable Der Vorsitzende der Cabildo (Verwaltung) von Fuerteventura, Mario Cabrera, der Bürgermeister von Pájara, Rafael Perdomo, und der Umweltbeauftragte der Inselregierung, Domingo Berriel, assistierten bei der offiziellen Eröffnung der Schildkrötenkrippe. In der Eröffnungsrede wurde erzählt über die Bemühungen der Inselratgeber in Sachen Umwelt, Lázaro cabrera, und Luis Felipe López Jurado, ULPGC Verantwortliche des Projektes. Außerdem waren Repräsentanten von Touroperators, Hotels, Ausbildungsinstituten en Fischer aus Morro Jable beim Festakt Anwesend. Und natürlich fehlten auch Padilla Supermarcados, Cororasa, Canaragua und Clusa, Firmen die als Sponsoren des Projektes aufgetreten sind, nicht.

Mario Cabrera erklärte, daß das Projekt realisiert worden ist dank der Ausdauer von Lázaro Cabrera, der zehn Jahre lang, sowohl als Mitglied der Gemeinderat von Pajara war als in seiner Amtszeit als Mitglied der Inselregierung, auf die Importanz dieses Projektes hingewiesen hat. Heute können nicht nur Fuerteventura, sondern die Kanaren und ganz Spanien stolz sein auf dieses Projekt, das außerdem die Kwalität der Strände und Gewässer von Fuerteventura unter Beweis stellt.

Lázaro Cabrera benachdrückt die Kraft und Ausdauer von Profesor Luis Felipe López Jurado, der ursprünglicher Promotor des Initiatives. Und auch der nächste Schritt wird schon erwähnt: die Neuintroduzierung der Seerobbe. Aber bevor dies in Gang gesetzt werden kann müssen die einheimischen Fischer erst darüber aufgeklärt werden, das Fischen und Umweltschutz gut zusammengehen können.

Die Schildkrötenrippe befindet sich im Hafen von Morro Jable, ist unfgefähr 250 m2 groß und ist komplett umzaunt. Innerhalb der Krippe befinden sich Einzelkäfe für die Schildkröten. Auf dieser Weise kann die Entwicklung jedes einzelnen Exemplares überwacht werden. Die Käfige werden automatisch mit frischem Salzwasser nachgefüllt. Täglich bekommen die Tiere frische Nahrung und werd der allgemeine Zustand der Tiere überwacht. Alles unter fachkundiger Führung der Biologen der Cabildo von Fuerteventura und vom ULPGC.

Tortugas, Morro Jable Die Eier der Schildkröte (Lateinischer Name Caretta caretta) wurden am 15. September 2006 im Sand vom den Stränden von Fuerteventura begraben, 300 Jahren nachdem Schildkröten zum letzten Mal ihre Eier an den Stränden der Kanaren hinterließen. Die Schildkröteneier, die in dieser Nacht im Sand vom Playa de Cofete, an der Westküste von Fuerteventura von Menschenhand begraben wurden, wurden gelegt am Playa de El Batao auf der Insel Bonavista (Kapverdische Inseln). Hier gibt es jedes Jahr viele Schildkrötennester und seit mehr als drei Jahren gibt es auch auf dieser Insel ein Team von Fachkundigen und freiwillige Helfer die sich um den Schutz dieser Tiere bemühen.

Dieser Umzug der Eier bildet ein Teil des Projektes, wobei die Regierung der Kapverdischen Inseln, die Regierung der Kanaren, die Inselregierung von Fuerteventura und die Universität von Las Palmas de Gran Canaria seit mehreren Jahren zusammenarbeiten.

Bis jetzt gibt es nur ein ähnliches Projekt der Neuintroduzierung von Schildkröten an der Californischen Küste. Auch hier wird versucht, die Schildkröten wieder in ihre ursprüngliche Umgebung auszusetzen. Hier werden die Schildkröten aber in Brutkästen geboren und danach sofort ins Meer ausgesetzt. Das ist der große Unterschied zum Wissenschaftlichen Experiment, das heute auf Fuerteventura stattfindet. Denn hier auf Fuertevetura werden die Nester ständig überwacht von Biologen und Freiwilligen Helfern.

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Sunny Fuerteventura