Surfen auf Fuerteventura

In den achtziger Jahren wurden Fuerteventura entdeckt als Surferparadis. Ganzjährlich herrschen auf der Insel ideale Bedingungen zum Surfen; viel Sonne, hohe Wellen und endlose Stranden. Fuerteventura wird deshalb auch wohl das "europäische Hawaii" genannt.

Die besten Surfspotts findet man im Norden, am Küstenstreifen zwischen Corralejo und Cotillo (die 'Northshore'). Dort findet man die sogenannten "Reefbreaks", wo die Wellen auf die Felsen brechen. Dies in Gegensatz zu den "Beachbrakes", die auf dem Strand brechen. Weil diese Surfspotts nur über Schlotterpisten zu erreichen sind braucht man schon ein Geländewagen. Essen und Trinken soll man in ausreichender Menge mitnehmen, denn man befindet sich gewissermaßen ´in the middle of nowhere´ und Läden oder Restaurants wird man vergebens suchen. Ein anderer bekannter Surfspott findet man etwas südlich von Cotillo.

Wer Surfen lernen will kann sich natürlich ein Board mieten und einfach losfahren. Besser ist es aber, wenigstens een paar Tage Unterricht zu nehmen. Mit den Tipps von erfahrenen Surflehrern lernt man viel schneller als alleine. Außerdem kennen Sie die besten Surfspotts und können einem warnen vor zum Beispiel gefährliche Strömungen. Es gibt Kurse von einem Tag, aber auch sogenannte ´Surfcamps´ wo man mehrere Tage Unterricht bekommt und für Material, Transport zu den Surfspotts, Unterkunft, Essen en Trinken gesorgt wird. Körperlich soll man schon einigermaßen fitt sein, denn Surfen besteht für 90% aus paddeln. Also bevor man Surfstunden nimmt sollte man sich erst mal wieder ans Schwimmen gewöhnen!

Zuschauerin Surfen bei Corralejo

Kurz zusammengefaßt sieht die Theorie folgendermaßen aus. Man muß zuerst dafür sorgen, daß man hinter den brechenden Wellen kommt. Man kann dazu das Board erst mal seitlich nehmen und schieben, aber wenn das Wasser tiefer wird muß gepaddelt werden, wobei man sich auf das Brett legt. Wenn man sein Ziel erreicht hat, kann man versuchen, sich von einer Welle mitreißen zu lassen. Zum Anfang sind die Wellen die schon gebrochen sind, die Weißwasserwellen, am Besten geeignet, weil die mehr Mitreißkraft haben als ungebrochene Wellen. Wenn man eine ungebrochene Wellen erwischen will, muß man zuerst ´anpaddeln´ um Schnelligkeit zu bekommen. Nachdem man Schnelligkeit hat, kann man versuchen aufzustehen. Das soll Ruckartig und fließend geschehen. Aber schon auf der richtigen Stelle auf dem Brett. Denn wenn man zu weit vorne steht tauch das Brett ab, und wenn man zu weit nach Hinten steht fällt man vom Brett. Wenn man aber schnell und auf der richtigen Stelle aufgesprungen ist könnte man bis zum Strand surfen. Sieht auf Papier einfach aus, ist aber sehr schwierig!

Laß dich aber nicht abschrecken, wenn du am Anfang mehr im Wasser liegst als auf dem Brett stehst. Denn eine Welle zu reiten ist ein tolles Gefühl, und schon ein paar gute ´Fahrten´ entschädigen dich für alle Anstrengungen (und manchmal Frustrationen, bleiben wir ehrlich...).

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